Cabotagestudien ist ein Forschungsprojekt, das sich mit dem internationalen Straßengüterverkehr in Europa beschäftigt. Zweck von Cabotagestudien ist es, unabhängig Informationen über den Umfang des internationalen Straßengüterverkehrs und seine Auswirkungen auf den Verkehrsmarkt sowie die Umwelt zu sammeln. Das bedeutet Wissen zu schaffen für die Öffentlichkeit, politische Entscheidungsträger, Behörden und ermöglicht weitergehende Forschung auf diesem Gebiet.

Mit Hilfe von Tausenden von Freiwilligen werden mit der innovativen Cabotagestudien - >App Daten über Fahrzeugbewegungen von LKWs im internationalen Straßengüterverkehr gesammelt. Diese werden dann verwendet, um Bewegungsmuster der LKWs abzubilden, die wiederum Grundlage für weitere Analysen sind. Neben der Analyse von Bewegungsmustern untersuchen wir, wie sich die Liberalisierung des Verkehrsmarktes auswirkt auf Transport, Logistik und die Umwelt.


Was passiert mit den Daten, die wir sammeln?

Alle Daten, die wir mit Ihrer Hilfe zu sammeln, werden völlig anonymisiert und ausschließlich für Forschungszwecke verwendet. Durch fortschrittliche Algorithmen können wir identifizieren, wie ausländische LKWs sich innerhalb des Landes bewegen und sind so in der Lage, verlässliche Informationen über den Umfang des internationalen Straßengüterverkehrs für allen Interessengruppen und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Unser Ziel ist es auch, die ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Liberalisierung des Verkehrsmarktes zu quantifizieren. Die Ergebnisse werden über unsere Website Bekannt gegeben, in den Medien verbreitet und in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht.


Unterstützung

Die Grundlage wissenschaftlicher Forschung ist, dass sie völlig unabhängig, transparent und jederzeit nachvollziehbar ist. Cabotagestudien akzeptiert nur finanzielle Beiträge von Organisationen und Stiftungen. Unternehmen, die das Projekt unterstützen möchten, können dies nur in Form eines Sponsoring von Preisen machen, welche regelmäßig unter den freiwilligen Teilnehmern verlost werden.

Hauptfinanzierung (2012-2018)

Elin und Charles Lindley Stiftung war ein Finanzier für die erste Phase der Cabotagestudien im Herbst 2012. Im Herbst 2013 beschloss die Stiftung, für weitere fünf Jahre diese unabhängige Forschung zu finanzieren. Dies sorgt für Kontinuität von Cabotagestudien um Entwicklungen im Zeitverlauf zu untersuchen und das Forschungsgebiet aus unterschiedlichen Perspektiven und mit verschiedenen Modellansätzen zu betrachten.

Weitere Finanzierungen (2015-2016)

Österreich

  • WKO Bundessparte Transport und Verkehr

Weitere Finanzierungen (2013-2014)

Northern Logistics Association (NLA) beteiligt sich finanziell an Cabotagestudien.

NLA sammelt Mittel für die Forschung aus den folgenden Organisationen:

Schweden

Dänemark

Norwegen


Team Cabotagestudien

Cabotagestudien ist eines der größten laufenden Forschungsprojekte im Bereich Verkehr mit Tausenden von freiwilligen Teilnehmern. Zusätzlich zu den Benutzern der Cabotagestudien – App tragen eine Menge von Experten im Rahmen von Fokusgruppen und im kontinuierlichem Dialog dazu bei, unabhängige Informationen zum internationalen Straßengüterverkehr zu generieren. In Dänemark kooperiert Cabotagestudien mit der Copenhagen Business School (CBS) und in Österreich mit der Wirtschaftsuniversität Wien. Die Personen, die die Studie Koordinieren sind wie folgt:

Cabotagestudien wurde durch den Transportwissenschaftler Henrik Sternberg von der Universität Lund initiiert. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Effizienz im Straßengüterverkehr und verfügt über umfangreiche Erfahrung bei der Messung von Transporteffizienz und vor allem Fahrerlenkzeiten. Vor seiner Promotion an der Technische Hochschule Chalmers in Göteborg arbeitete er 10 Jahre in der Transportbranche und war als Berater u.a für die Deutsche Post und die Deutsche Bahn tätig.

Im Projekt arbeiten auch Michal Filipiak, Prof. Dr. Erik Hofmann, Prof. Dr. Günter Prockl, und Dr. Hans-Joachim Schramm mit.

Was ist Kabotage?

Als Kabotage bezeichnet man das Erbringen von Transportdienstleistungen innerhalb eines Landes durch ein ausländisches Verkehrsunternehmen. EU-weit sind Kabotagefahrten seit 14.05.2010 durch die Verordnung (EG) 1072/2009 geregelt. Sie begrenzt dabei die Ausübung von Kabotage auf drei Kabotagefahrten innerhalb von sieben Tagen innerhalb des Mitgliedsstaates, in dem ein internationaler Transport entladen wurde oder auf eine Kabotagefahrt innerhalb eines Transitlands, das durchfahren wird, ohne dass dort vorher ein internationaler Transport entladen wurde.

Erklärtes Ziel dabei ist, Gelegenheitsverkehrsleistungen von ausländischen Frachtführern innerhalb von Mitgliedstaaten zu ermöglichen, um Leerfahrten im internationalen Straßengüterverkehr zu reduzieren. In wieweit dies tatsächlich der Fall ist, kann derzeit nicht mit Sicherheit gesagt werden.

Read more...